Dienstleistungen A-Z: Gemeinde Neckarsteinach

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Energiesparberatung

Leistungsbeschreibung

Wer eine Energiesparberatung durch einen anerkannten Berater in Anspruch nimmt, kann hierfür unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung erhalten. 

Konditionen
Form der Zuwendung: nicht rückzahlbarer Zuschuss

Höhe der Zuwendung

  • Ein- und Zweifamilienhäuser: 300,00 Euro
  • Wohnhäuser mit mindestens 3 Wohneinheiten: 360,00 Euro
  • Bonus für Integration von Hinweisen zur Stromeinsparung: 50,00 Euro
  • weitere Boni, die alternativ, also nicht in Kombination miteinander, in Anspruch genommen werden können:
  • Integration von thermografischen Untersuchungen: 25,00 Euro pro Thermogramm, aber höchstens 100,00 Euro
  • Integration einer Luftdichtigkeitsprüfung nach DIN 13829 (Blower-Door-Test): 100,00 Euro

Höchstbetrag der Förderung
Der gesamte, sich inklusive der Boni ergebende Zuschuss ist auf 50 Prozent der gesamten Beratungskosten begrenzt. 

Verfahrensablauf

Beantragung, Bewilligung und Auszahlung der Förderung werden vollständig über die anerkannten Energieberater abgewickelt. Ihr Energieberater muss die Zuwendung im Rahmen seiner Rechnungsstellung in voller Höhe an Sie als Beratungsempfänger weitergeben.

Antragstellung und Maßnahmebeginn

Mit der Vor-Ort-Beratung darf nicht vor der Antragstellung begonnen werden. Als Beginn gilt bereits jede Form der Berechnung oder Auswertung inklusive Datenerfassung, Dokumentation oder sonstiger Tätigkeiten im Rahmen der Erarbeitung und Erstellung des Beratungsberichts. Eine Aufnahme des Ist-Zustandes der relevanten Daten vor Ort ist vor der Antragstellung zulässig, sofern damit nicht bereits mit der Erstellung des Berichts/Gutachtens begonnen wird.

Die Zuwendung muss mit dem dafür eingerichteten Online-Verfahren beantragt werden. Mit der Übertragung des entsprechenden Datensatzes ist die Antragstellung abgeschlossen – eine Zusendung der bislang erforderlichen unterschriebenen Druckversion ist nicht mehr notwendig.

ONLINE-VERFAHREN:

Mit der Beratung kann sofort begonnen werden, nachdem der Förderantrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingegangen ist, also der online übermittelte Datensatz in der Behörde vorliegt.

HINWEIS: Solange kein Zuwendungsbescheid erteilt wurde, trägt der Antragsteller das Risiko, dass kein Antragseingang festgestellt werden oder die Förderung aus anderen Gründen nicht erfolgen kann.

Bewilligung, Verwendungsnachweis und Auszahlung

Auch beim Zuwendungsbescheid verzichtet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle auf die Papierform. Der Antragsteller wird mit einer E-Mail darüber informiert, sobald der Zuwendungsbescheid im Online-Portal als PDF-Dokument abgerufen werden kann.

Nach der Erstellung des Zuwendungsbescheids muss die Maßnahme innerhalb von 3 Monaten ohne weitere Mitwirkung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vollständig abgeschlossen werden:

  • Erstellung des Berichts/Gutachtens
  • Aushändigung an den Beratungsempfänger
  • Erläuterung in einem abschließenden, ausführlichen und persönlichen Beratungsgespräch

Die für eine Auszahlung notwendigen Verwendungsnachweisunterlagen müssen spätestens einen weiteren Monat später im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingegangen sein. Auch hierfür steht ein Online-Verfahren bereit:

HINWEIS: Die Nichteinhaltung der genannten Fristen führt regelmäßig dazu, dass die Zuwendung nicht gewährt wird. Erinnerungen oder Mahnungen werden nicht vorgenommen, darüber hinaus sind Fristverlängerungen ausdrücklich ausgeschlossen.
 

 

An wen muss ich mich wenden?

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Voraussetzungen

Auf die Gewährung der Zuwendung besteht kein Rechtsanspruch. Außerdem steht sie unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit entsprechender Haushaltsmittel. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

Wohngebäude
Beantragung der Baugenehmigung oder Erstattung der Bauanzeige bis zum 31.12.1994
keine Veränderung der Gebäudehülle durch Anbau oder Aufstockung aufgrund späterer Baugenehmigungen zu mehr als 50 Prozent
ursprüngliche Planung und Errichtung als Wohngebäude oder derzeitige Nutzung zu Wohnzwecken zu mehr als 50 Prozent der Gebäudefläche
kein Gegenstand einer Beratung nach Förderrichtlinien des Bundes zur Vor-Ort-Beratung in den letzten 8 Jahren, außer wenn sich zwischenzeitlich der Eigentümer geändert hat.

Energiesparberatung vor Ort

  • Inanspruchnahme der Beratung durch Eigentümer, Mieter oder Pächter eines Gebäudes:
    • natürliche Personen
    • rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich der Wohnungswirtschaft sowie Betriebe des Agrarbereichs
    • juristische Personen und sonstige Einrichtungen (wenn sie gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen)
    • Wohnungseigentümer können nur dann eine Beratung in Anspruch nehmen, wenn sich diese auf das gesamte Gebäude bezieht und die Eigentümergemeinschaft damit einverstanden ist
  • Durchführung der Beratung durch Energieberater, die im Rahmen dieses Programms antragsberechtigt sind (siehe Beratersuche).

Status als antragsberechtigte Energieberater

Als Antragsteller kommen nur Berater in Betracht, welche die folgenden Voraussetzungen erfüllen und die über die notwendige Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit verfügen:

  • Ingenieure und Architekten, die durch ihre bisherige berufliche Tätigkeit oder durch zusätzliche Fortbildungsmaßnahmen die für eine Energieberatung notwendigen Fachkenntnisse erworben haben
  • Absolventen der Lehrgänge der Handwerkskammern zum geprüften "Gebäudeenergieberater (HWK)" oder zur geprüften "Gebäudeenergieberaterin (HWK)"
  • Absolventen geeigneter Ausbildungskurse, deren Mindestinhalte und Eingangsvoraussetzungen in Anlage 3 der Förderrichtlinie festgelegt sind (siehe "Rechtsgrundlage")

 Energieberater, die zum ersten Mal einen Förderantrag stellen, werden hinsichtlich ihrer Antragsberechtigung überprüft. Die Beraterregistrierung besteht aus 2 Teilschritten:
Online-Verfahren:

  • ELAN-Registrierung für Berater
  • Vor-Ort-Beratung: Berateranerkennung

Das dabei automatisch generierte Formular muss anschließend unterschrieben und ergänzt um einige zusätzliche Unterlagen an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle geschickt werden.

Die Überprüfung der Voraussetzungen zur Anerkennung als Antragsberechtigter erfolgt nur im Rahmen der Bearbeitung eines Förderantrags. Auf die Vorlage und Überprüfung detaillierter Nachweise zur fachlichen Qualifikation wird grundsätzlich verzichtet und nur in Form von Stichproben vorgenommen.

Mit Erteilung des (ersten) Zuwendungsbescheides ist automatisch die Anerkennung für weitere Antragstellungen verbunden. Eine separate Zulassung oder Zertifizierung erfolgt nicht. Gleichzeitig wird der Berater in die sogenannte Beraterliste des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle aufgenommen, sofern er die Freigabe dazu erteilt hat. 

Welche Unterlagen werden benötigt?

Die "Verwendungsnachweiserklärung" und die "Persönliche Erklärung zur Anerkennung im Förderprogramm" müssen in Papierform eingereicht werden.

Welche Gebühren fallen an?

Das Verwaltungsverfahren ist kostenfrei.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Laufzeit des Förderprogramms ist gegenwärtig bis zum 31.12.2014 verlängert worden.

Zuständige Stellen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

AnschriftFrankfurter Straße 29 - 35
65760 Eschborn, Stadt

Telefonnummer+49 6196 908-0

Faxnummer+49 6196 908-800

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