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Mitteilung zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Neckarsteinach und Hirschhorn

icon.crdate12.08.2024

Mitteilung an die Bürgerinnen und Bürger von Neckarsteinach und Hirschhorn zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Afrikanische Schweinepest im Kreis Bergstraße: Neuer Fall in Lampertheim mahnt zur Vorsicht

Dringender Appell: Dezernent Schimpf mahnt konsequentes Zusammenwirken aller Beteiligten an und ruft Bevölkerung zu Mithilfe auf

Der Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) beschäftigt den Kreis Bergstraße nun seit eineinhalb Jahren. Ende Juli 2024 wurde bei Einhausen erstmals ein positiv auf ASP getestetes Wildschwein nachgewiesen. In der Folge verschärfte sich die Seuchenlage schrittweise. Bis heute wurden im Kreis Bergstraße mehr als 2.170 Kadaverfunde geborgen und davon über 1.135 Tiere positiv auf ASP getestet.

„Durch umfangreiche Bekämpfungsmaßnahmen, insbesondere die Einrichtung einer sogenannten „Weißen Zone“, verstärkte Bejagung sowie den Bau von Schutzzäunen, konnte eine weitere Ausbreitung der Seuche erfolgreich eingedämmt und die Fallzahlen deutlich reduziert werden“, schildert der hauptamtliche Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Matthias Schimpf. „Doch der Schein trog – wie vielerorts.“ Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hatte bereits zu Beginn des Seuchengeschehens auf eine kritische Phase hingewiesen: Sinkende Fallzahlen können den Eindruck erwecken, die ASP sei überwunden.

Am 07.04.2026 wurde im Rahmen der Kadaversuche nordwestlich von Neuschloß (Lampertheim) ein Frischling aufgefunden, der positiv auf ASP getestet wurde. Dieser aktuelle Nachweis zeigt deutlich, dass sich auch das Ried des Kreis Bergstraße weiterhin in einer aktiven Seuchenlage befindet.

Der Seuchenzug hatte die Wildschweinpopulation dort erheblich reduziert. Mit einer nun wieder ansteigenden Population wächst jedoch auch das Risiko einer erneuten Ausbreitung und möglichen Festsetzung der Seuche. Um dies zu verhindern, ist eine konsequente Reduktion des Schwarzwildbestandes auf ein möglichst niedriges Niveau erforderlich.

Die Kreisverwaltung appelliert daher erneut eindringlich an die Jägerschaft, die Bejagung von Schwarzwild weiter zu intensivieren. Nur durch eine nachweisliche Reduktion des Bestandes, fortgesetzte Kadaversuchen sowie konsequente Untersuchungen kann langfristig eine Entspannung der Lage und perspektivisch eine Rückstufung der Sperrzonen erreicht werden.

Ebenso entscheidend ist die Funktionsfähigkeit der errichteten Zäune. Intakte Zaunanlagen sowie das konsequente Schließen der Tore sind unerlässlich, um eine weitere Ausbreitung der ASP zu verhindern. Vor diesem Hintergrund ist der zunehmende Vandalismus an den Zäunen – insbesondere im Ried – nicht nachvollziehbar. Mutwillige Zerstörungen sowie absichtlich offen gelassene Tore führen zu erheblichem finanziellem und personellem Mehraufwand und gefährden den bisherigen Bekämpfungserfolg.

„Nur durch das konsequente Zusammenwirken aller Beteiligten kann eine weitere Ausbreitung verhindert und die Tierseuche langfristig erfolgreich bekämpft werden“, betont Dezernent Schimpf. „Wir rufen insbesondere auch die Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf.:

•             Melden Sie Zaunschäden oder Vandalismus umgehend den zuständigen Stellen.

•             Halten Sie die Tore der Zaunanlagen stets geschlossen.

•             Unterstützen Sie die Maßnahmen zur Eindämmung der ASP.“

Allgemeinverfügungen der Kreisordnungsbehörde zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen

Hier finden Sie die aktuellen Allgemeinverfügungen der Kreisordnungsbehörde zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen

Es ist zu bemerken, dass die Allgemeinverfügungen noch nicht für Neckarsteinach gelten, es wird gebeten sich dahingehend vorzubereiten.

6. Allgemeinverfügung (PDF-Dokument, 476,41 KB)- Maßnahmen im Hinblick auf die landwirtschaftliche Bewirtschaftung von Feldern

9. Allgemeinverfügung (PDF-Dokument, 534,60 KB) - Gebietsfestlegung der infizierten Zone (Sperrzone II) und Festlegung der Seuchenbekämpfungsmaßnahmen innerhalb dieser Restriktionszone

Mitteilung zur Schweinepest in Neckarsteinach und Hirschhorn

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wir möchten Sie darüber informieren, dass in unserer näheren Umgebung erste Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gemeldet wurden. Auch wenn in Neckarsteinach und Hirschhorn bisher keine direkte Betroffenheit festgestellt wurde, ist es wichtig, sich auf eine mögliche Ausbreitung dieser Tierseuche vorzubereiten.

Die Afrikanische Schweinepest betrifft ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) und stellt keine Gefahr für den Menschen dar. Dennoch kann sie erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen und unsere Tierbestände gefährden.

Um eine mögliche Ausbreitung zu verzögern und sich darauf vorzubereiten, bitten wir vorsorglich um die Beachtung der folgenden Maßnahmen:

Empfehlungen für den Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest

  1. Kein Kontakt zu Wildschweinen: Vermeiden Sie jeglichen Kontakt mit Wildschweinen. Falls Sie auf Kadaver von Wildschweinen stoßen, melden Sie dies bitte umgehend dem örtlichen Veterinäramt oder der Gemeindeverwaltung.
  2. Lebensmittelreste sicher entsorgen: Werfen Sie keine Lebensmittelreste in die Natur. Diese könnten von Wildschweinen gefressen werden und zur Verbreitung des Virus beitragen.
  3. Hunde anleinen: Bitte leinen Sie Ihre Hunde beim Spaziergang in Wald- und Wiesengebieten unbedingt an. Auf diese Weise können wir verhindern, dass Hunde mit Wildschweinen in Kontakt kommen und das Virus weiterverbreiten.
  4. Wege nicht verlassen: Wir bitten jeden, Wald- und Wanderwege nicht zu verlassen. Aktivitäten wie das Sammeln von Beeren, Geocaching und andere Tätigkeiten abseits der Wege sollten bis auf Weiteres vermieden werden.
  5. Jagdausübende: Wir bitten alle Jagdausübenden, bei der Bejagung von Wildschweinen besondere Vorsicht walten zu lassen und erlegte Tiere sofort auf ASP untersuchen zu lassen.
  6. Informationen bei Verdachtsfällen: Sollten Sie in Ihrer Umgebung tote oder krank wirkende Wildschweine bemerken, zögern Sie nicht, dies den Behörden zu melden. (z.B. per Mail info@neckarsteinach.de, info@hirschhorn.de oder per Telefon: 06229 9200-0 bzw. 06272923-0). Früherkennung kann helfen, eine Ausbreitung zu verhindern

Weiteres Vorgehen

Wir beobachten die Lage kontinuierlich und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Bei neuen Informationen werden wir Sie unverzüglich benachrichtigen.

Wir danken Ihnen für Ihre Mithilfe und Umsicht.

Mit freundlichen Grüßen

Lutz Spitzner & Martin Hölz
Die Bürgermeister von Neckarsteinach und Hirschhorn