Baubeginn bei der neuen Steinachbrücke
Die neue Brücke über die Steinach soll schon am 8. Oktober dieses Jahres eingeweiht werden, jetzt wurde mit den Fundamentarbeiten für die Widerlager begonnen. Die neue Brücke ist Bestandteil des Radwegenetzes, von dem mit dem Radweg im Schönauer Tal, parallel zur L 535, bereits ein Abschnitt fertig gestellt wurde. Während über den Verlauf des zweiten, innerstädtischen Abschnitts noch nachgedacht wird, ist mit der neuen Fußgänger- und Radfahrbrücke jetzt der dritte Abschnitt im Bau. Er beginnt an der Rampe des Treppenrondells am großen Neckarlauer und führt direkt an der Sandsteinmauer entlang zur neuen Brücke, die nahe an der Mündung der Steinach in den Neckar verlaufen wird.
Die bisherige Steinachbrücke ist in die Jahre gekommen, ist stark verrostet und hat mit ihrem Treppenaufstieg häufig für viel Ärger bei Rollstuhlfahrern und Familienfahrradtouren gesorgt. Sie ist zur Zeit auch nicht mehr benutzbar, weil der gesamte Bereich wegen der Bauarbeiten für Fußgänger und Fahrradfahrer gesperrt ist; wer zur Schleuse will, muss deshalb einen Umweg durch die untere Altstadt über die Neckarstraße und den Werftweg in Kauf nehmen müssen.
Die neue barrierefreie Brücke wurde vom Büro Borkowski, Ladenburg, geplant. Sie ist ganz aus Stahl und hat eine Spannweite von 14 Metern. Um den Höhenunterschied zwischen den beiden Steinachufern auszugleichen, wird der Zugang zur Brücke über eine rollstuhlgerechte 11 Meter lange Rampe geführt, Fußgänger können außerdem über Treppenstufen die Brücke erreichen.
Der eigentliche Stahlteil der Brücke wird von der Firma Alfred Müller Mauer, geliefert und kostet circa 55 000 Euro, die Tiefbauarbeiten werden von der Firma Wilfried Helm, Neckargerach, ausgeführt. Die Gesamtkosten des gesamten Abschnitts – mit dem Betonpflaster des neuen Radwegs, mit Geländer, Beleuchtung, Fahnenmasten und einigem mehr - wird um die 200 000 Euro kosten. Davon trägt das land Hessen über das Gemeinde-Finanzierungsprogramm ungefähr 75 Prozent.
Elisabeth Hinz
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