Kiellegung für neues Feuerlöschboot

Die erste Sektion, bestehend aus dem Heckspiegel und den folgenden neun Spanten, war fertig verschweißt und auf dem Kielstapel aufgelegt. Martin Ebert, der Chef der Werft „Neckar-Bootsbau Ebert GmbH“ in Neckarsteinach, wollte schon mal vor Augen führen, wie groß das neue Feuerlöschboot der Metropolregion wird. Vor wenigen Tagen fand die traditionelle Kiellegung in Neckarsteinach statt, vergleichbar mit dem ersten Spatenstich bei einem Hausbau. Auch beim Schiffbau gibt es Rituale.

Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht war extra nach Neckarsteinach gekommen, um einen Cent unter den Kiel zu legen. Die Münze soll bis zum Stapellauf Glück beim Bau und später auch beim Betrieb des Bootes bringen.

Mit diesem Bau verbinde sich ein einzigartiges Ereignis, so Christian Specht, denn mit dem Bau des 2,5-Millionen-Euro-Objekts werde nicht nur das alte Mannheimer Feuerlöschboot von 1966 ersetzt. Mit der Finanzierung gehe man komplett neue Wege, denn daran beteiligten sich („nach langen Verhandlungen“) in einer bisher einzigartigen Zusammenarbeit in der Metropolregion viele Partner (s.u.).

Das neue Boot soll Mitte 2011 ausgeliefert werden. Dann beginnt die Ausbildung der Besatzung, so dass es im zweiten Halbjahr 2011 einsatzbereit ist.

Specht dankte allen, die jetzt zu diesem besonderen Ereignis nach Neckarsteinach gekommen waren – allen voran der Bürgermeister der Vierburgenstadt, Eberhard Petri, den Vertretern der Feuerwehren, der Länder und der Industrie.

 

Das neue Feuerlöschboot

Das alte, 1966 gebaute Mannheimer Löschboot liegt im Mühlauhafen. Bis Mai 2007 war es zwischen Wiesbaden und Basel das einzige Feuerlöschboot, dann kam in Kehl die „Europa 1“, ebenso gebaut in derNeckar-Bootsbau Ebert GmbH. Das neue Löschboot „Metropolregion 1“ wird fast baugleich sein, angetrieben von zwei 1100-PS-Dieseln und Wasserstrahlantrieben

Es kostet 2,5 Millionen Euro. Davon übernehmen das Land Baden-Württemberg 750000 Euro, das Land Rheinland-Pfalz 500000 Euro, die BASF 800000 Euro und der Arbeitgeberverband Chemie Rheinland-Pfalz 100000 Euro. Die Stadt Mannheim zahlt 350000 Euro sowie die jährlichen Betriebskosten (60 000 Euro).

Das neue Löschboot wird „exgeschützt“ sein, also auch fahren können, wenn ein brennendes Schiff zu explodieren droht. Es erhält u.a. Flutlichtanlagen, drei Ladekräne, zwei stationäre Schaum- und Wasserwerfer und kann bis zu 14 000 Liter Wasser pro Minute fördern.

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