Invasive Neophyten verdrängen heimische Pflanzen aus unserer Landschaft
Seit Jahrzehnten siedeln sich auch in unserer Umgebung vermehrt Pflanzen an, die schon seit dem 19. Jh. aus anderen Erdteilen eingeschleppt wurden. Durch das Fehlen der natürlichen Pflanzenfeinde ihrer Heimatländer fehlt hier eine natürliche Regulierung und sie können sich ungehindert großflächig ausbreiten. Regenerationsfähig, starkwüchsig und mit enormer Samenfülle überwuchern und verdrängen sie die heimische Flora und einige davon sind auch für den Menschen sehr gefährlich. Von diesen etwa 30 Arten an Problempflanzen seien hier einige aus unserer Umgebung vorgestellt und an alle Bürger der Appell gerichtet, diese Pflanzen aus ihren Gärten und Grundstücken zu entfernen, noch bevor sie ihre Samenbildung abschließen können.
Drüsiges Springkraut: aus Asien stammende, rosa blühende und bis zu 2m hohekrautige einjährige Staude, die sich leicht entfernen lässt, weil sie nur flach wurzelt.
Riesen- Bärenklau: aus dem Kaukasus stammend, wächst 3

bis 4m hoch, blüht von Juli bis September (produziert pro Pflanze bis zu 10 000 Samen und enthält in allen Pflanzenteilen ein GIFT, das bei Berührung mit der Haut und anschließender Sonnenbestrahlung zu Entzündungen, Blasenbildungen, regelrechten Verbrennungen und sogar zu Hautkrebs führen kann. Bei der Bekämpfung sollten unbedingt Handschuhe und Schutzbrille getragen werden. Die mehrjährige Pflanze beseitigt man am besten durch Ausgraben des Wurzelstockes.
Die beifussblättrige Ambrosie:

Stammt aus Nordamerika, kam erst vor einigen Jahren durch Vogelfutter in unsere Region und breitet sich rasant aus. Die Samen sind einige Jahrzehnte lang keimfähig. Wächst an Straßenrändern, auf Schuttplätzen und im Ackerland, wird bis 2m hoch und blüht von August bis Oktober. Die Pollen enthalten eine allergen wirkende Substanz, die auf empfindliche Menschen stärker wirkt als diejenigen von Gräsern oder Bäumen. Dadurch werden häufig Heuschnupfen, Lungenödeme und Asthma hervorgerufen. Wegen dieser gefährlichen Wirkung sollte diese Pflanze unbedingt an der Ausbreitung gehindert und aus unserer Landschaft entfernt werden. Man gräbt sie am besten mitsamt der Wurzel aus. Bei der Beseitigung sollten unbedingt Handschuhe und während der Blütezeit Mundschutz getragen und die Pflanze nur über den Haus-Rest-Müll entsorgt werden.
Auch der Japanische Staudenknöterich (unten links) und die Kanadische Goldrute (unten rechts) sind wuchernde Neophyten, die ganze Landstriche einnehmen und sich nur schwer in Schach halten lassen, daher ebenfalls an der Verbreitung gehindert werden müssen.


Die Bilder der können auf der Neckarsteinacher Homepage (www.neckarsteinach.de) in auch farblich betrachtet werden.
Um Ihre Mithilfe dabei bittet sie herzlich der
Arbeitskreis „Naturschutz“ der Lokalen Agenda 21
[zurück]