Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße
Drittklässlerin aus Lautertal eine der Namensgeberinnen für die neue Sommerrodelbahn, die ab 26. Juni als „Odenwaldbob Nibelungenblitz“ auf der Kreidacher Höhe unterwegs ist / Landrat lüftet das Geheimnis
Für die kleine Leonie war’s ein ganz großer Tag: Das kleine Mädchen mit Familienname Karn hat den zweiten Preis beim von der Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße ausgelobten Namensfindungswettbewerb für die neue Sommerrodelbahn auf der Kreidacher Höhe in Wald-Michelbach gewonnen. Leonie, die in Reichenbach (Lautertal) zuhause ist, verfolgte – wie hunderte Besucher bei strahlendem Sonnenschein – am späten Freitagnachmittag voller Spannung die Bekanntgabe der Preisträger. Als ihr Name vom Bergsträßer Verwaltungschef aufgerufen wurde, stürmte die Drittklässlerin, die in die Felsenmeerschule in Reichenbach geht, nach vorne und nahm die Gratulationswünsche des Landrats übers ganze Gesicht strahlend entgegen.
Gewonnen hat Leonie einen Rodeltag mit Verpflegung für die ganze Familie auf der Sommerrodelbahn. Die heißt ab sofort „Odenwaldbob ,Nibelungenblitz’“ – und damit lag das Mädchen ebenso goldrichtig wie Bettina Layer aus Dossenheim, die den ersten Platz belegte (Sommerrodelbahn-Wochenende mit zwei Übernachtungen inklusive einem Gourmet Menü für zwei Personen im Hotel „Kreidacher Höhe“), und Markus Wenisch, der den zweiten Platz einheimste. Der Wald-Michelbacher, genauer gesagt aus dem Ortsteil Siedelsbrunn (dort ist er Vorsitzender des Schützenvereins) hatte die Bekanntgabe ebenfalls vor Ort verfolgt und freute sich über eine Saisonkarte für zwei Personen für alle Wiegand-Rodelbahnen (Eigenbetriebe) innerhalb von Deutschland.
Apfelwein aus der Dose von „Bembel with care“ ist das Nibelungen-Monatsprodukt im Mai
Der Apfelwein feiert sein Comeback als Kultgetränk. Mit der Neuerscheinung „Apfelwein aus der Dose“ von „Bembel with care“ (BWC) wird der Fokus auf eine jüngere Zielgruppe gerichtet. So entstand im Rahmen der Diplomarbeit der beiden angehenden Designer und Apfelweinliebhaber Benedikt Kuhn (31) und Kjetil Dahlhaus (30) die Marke „Bembel with care“ im coolen Schwarz-Weiß-Design.
Daraus ist inzwischen ein kleines Unternehmen erwachsen, das seinen Sitz in Heppenheim hat. „ Wir wollten kein neues Trendprodukt auf den Markt bringen, sondern die Leute an ihr altes Kulturgut erinnern“, meint Kjetil mit Blick auf das ehrgeizige Vorhaben. Was 2007 mit mattschwarzen Bembeln begann, setzten sie 2008 mit ebenso matt-schwarzen 5-Liter-Apfelweinfässern fort. Das von den Designern als „Konzept Apfelweinkultur 2.0“ bezeichnete Unterfangen unterscheidet sich von den renommierten Keltereien: „Weg von blaugrauen Blumenmustern aus Uromas Zeiten, weg von bunten Aquarellbildern, hin zu einem klaren, frechen, starken und unverkennbaren Erscheinungsbild“, erklären Kuhn und Dahlhaus. Von der Geschäftsidee angetan, wurde der „Apfelwein aus der Dose“ von der Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße zum Nibelungenprodukt im Mai erklärt.
„Nibelungensteig“-Zubringerwege eingeweiht / Landrat übergibt Bewilligungsbescheid für Geopark-Ranger-Ausbildung speziell für Qualitätswanderwege
Der „Nibelungensteig“ hat Zuwachs bekommen: Mit den neuen Zubringerwegen – zwei Rad- und ein Wanderweg - wurde ein thematischer Brückenschlag vom Odenwald zur Nibelungenstadt Worms geschlagen. Die feierliche Eröffnung fand am Freitag (21.) im Beisein regionaler (kommunalpolitischer) Prominenz mit Kreistagsvorsitzendem Werner Breitwieser an der Spitze, Bürgermeistern und zahlreicher Bergsträßer „Hoheiten“ vor der Königshalle in Lorsch statt. Die Klosterstadt ist in der Nibelungenhandschrift C namentlich erwähnt, wie Bürgermeister Klaus Jäger bei der Begrüßung voller Stolz hervorhob: „Die Einweihung findet also am richtigen Ort nach, hat unsere Stadt doch nachgewiesenermaßen einen starken Bezug zu den Nibelungen.“ Einen Einblick in das Nibelungenlied, seit dem vergangenen Jahr Weltdokumentenerbe der UNESCO, wurde bei der Einweihungsfeier durch Minnesänger Knud Seckel gegeben.
Wie mehrfach berichtet, führt der „Nibelungensteig“ seit April bis Freudenberg am Main. Der zertifizierte Qualitätswanderweg hat damit die stattliche Gesamtlänge von 124 Kilometern vorzuweisen. Vor der Erweiterung war der Steig gut vierzig Kilometer lang (Zwingenberg bis Grasellenbach). „Mit den Zubringerwegen wird nun die Möglichkeit geschaffen, eine acht- bis zehntägige Wanderreise entlang der Nibelungenroute zu unternehmen. Aber auch als Tagesausflug bietet sich eine Tour mit dem Fahrrad oder zu Fuß an“, freut sich Markus Hoßfeld, der Geschäftsführer der Tourismusmarketing GmbH, Kreis Bergstraße (TM), die für das komplette Marketing des „Nibelungensteigs“ verantwortlich ist. Rechtzeitig zur Eröffnung der Zubringerwege – die Wegeführung mit einheitlicher Markierung hat der Odenwaldklub (OWK) vorgenommen – wurde der druckfrische Flyer „Von Worms zum Nibelungensteig“ in einer Auflage von 10 000 Exemplaren herausgegeben. Erhältlich ist der informative Ratgeber im handlichen Format bei der kreisweiten Tourist-Info „ Nibelungenland“ im Alten Rathaus Lorsch sowie in Kürze auch bei den beteiligten Kommunen.
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