Bekanntmachung
Verstärkte Handauslage von Tollwut-Impfködern für Füchse und Abwurf aus dem Flugzeug
Ab dem 18. April 2008 wird im Kreis Bergstraße im Rahmen der Tollwutbekämpfung eine weitere Impfaktion zur oralen Immunisierung der Füchse in Form der Flugauslage mit einer Köderdichte von 30 pro km² durchgeführt.
Darüber hinaus findet zusätzlich zur Flugauslage eine intensive Handauslage, insbesondere in den dicht besiedelten urbanen Gebieten des Kreises Bergstraße, statt. Diese wird ab dem 28. April 2008 durchgeführt und wird zum 16. Mai 2008 abgeschlossen sein.
Sofern in Hessen oder angrenzenden Gebieten benachbarter Bundesländer keine weiteren Tollwutfälle mehr auftreten, wird diese Impfaktion die vorerst letzte sein.
Bei den Ködern handelt es sich um hundekuchenartige Presslinge aus einem Gemisch von Fischmehl, Paraffin und Fetten. Der Impfstoff (flüssig) befindet sich in der Mitte des Köders in einer Kunststoffkapsel. Aufgefundene Köder oder auch die darin eingepressten Impfstoffkapseln sollen mit bloßen Händen nicht angefasst werden, da der Geruch von Menschen möglicherweise den Fuchs von der Aufnahme des Köders abhält. Die eigentliche Impfstoffkapsel sollte ebenfalls nicht berührt werden, da sie Lebendimpfstoff enthält.
Sollten Personen versehentlich dennoch mit dem Impfstoff in Berührung kommen, besteht auch dann keine Gefahr, wenn folgende Schutzmaßnahmen eingehalten werden: Zunächst ist die Kontaktstelle mit Wasser und Seife abzuwaschen und anschließend ist der Hausarzt zu kontaktieren, der über eine gegebenenfalls notwendige Schutzimpfung entscheidet.

Im gefährdeten Bezirk, zu dem der gesamte Kreis Bergstraße zählt, dürfen Hunde und Katzen nicht frei laufen gelassen werden. Hiervon ausgenommen sind Hunde, die nachweislich unter wirksamen Impfschutz stehen und die von einer Person begleitet werden, der sie zuverlässig gehorchen, sowie Katzen, die nachweislich unter wirksamem Impfschutz stehen. Bei Verstößen droht ein Bußgeldverfahren.
Die Veterinärbehörde bittet jedoch die Tierhalter dringend, In den Stadt- und Ortsrandgebieten sowie außerhalb geschlossener Ortschaften während der gesamten Impfaktion (bis 16.Mai 2008) Hunde an der Leine zu führen. Damit soll vermieden werden, dass die Hunde den Füchsen zuvorkommen und Köder samt Plastikkapsel verschlingen.
Für weitere Informationen steht Ihnen das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutzes des Kreises Bergstraße, Telefon 06252 99 46 - 0, zur Verfügung.
Im Auftrag
gez.
Dr. Klevenz
Amtstierärztin
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