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Die Mittelburg
Die
Vorderburg
Die Mittelburg
Die Hinterburg
Schwalbennest
Die Burg ist nur
ein wenig älter als die benachbarte Vorderburg, hat aber im Gegensatz dazu ihren
ursprünglichen wehrhaften Charakter völlig verloren. Bauherr soll um 1170 Konrad
I.,
ein Bruder des Minnesängers,
gewesen sein. Die zunächst aus einem mächtigen Bergfried und einer kleinen Kernburg
bestehende Anlage wurde ständig ausgebaut und um 1550 von Landschad Hans Bleickardt
I., Marschall am Heidelberger Kurfürstenhof, nach dem Vorbild des Heidelberger
Schlosses in ein Renaissance-Schloß mit Säulengalerie und Bogenhalle umgestaltet.
Dabei verschwand auch ein Großteil der alten Ringmauer und der Zugbrückenzugang
an der Ostseite. Ihr heute davon wieder gänzlich abweichendes Aussehen
entstand um 1820, als im Rahmen der damals üblichen Romantisierung eine sogenannte
Gotisierung der Burg stattfand. Dabei entstanden die vielen dekorativen Zinnenkränze,
u.a. auch die auf dem Bergfried, der vorher ein Pyramidendach trug. Auch zusätzliche
Türmchen und das nach Norden vorspringende große Treppenhaus stammen aus dieser
Zeit.
Eine wechselvolle Geschichte brachte auch die Mittelburg in den Besitz verschiedener geistlicher und weltlicher Herren, darunter etliche Adelsgeschlechter aus der Umgebung, z.B. der Handschuhsheimer. Nach dem Übergang an Hessen1803 kam aufgrund geschichtlicher Ansprüche der Metternichschen Erben die Burg in den Besitz der Freiherren von Dorth. Als Nacherben sind seit 1943 die Freiherren von Warsberg Eigentümer, und zur Zeit bewohnt Johannes Freiherr von Warsberg die Burg mit seiner 7köpfigen Familie.
Elisabeth Hinz